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Zinswende wird zur Inflationsbekämpfung weiter beschleunigt

Powell bekräftigt Anstrengungen gegen Inflation: Fed-Präsident Jerome Powell betonte zuletzt, dass die US-Notenbank mit aller Kraft daran arbeiten werde, die hohe Teuerungsrate zu senken. Das Engagement der Zentralbank bezeichnete er als „bedingungslos“ und betonte, dass die Preisstabilität schnellstmöglich wieder hergestellt werden muss, da ohne diese die US-Wirtschaft nicht in der Lage sein werde, die Vollbeschäftigung zu erhalten. Beim Blick auf die nachfolgende Tabelle wird das Dilemma der Inflation weltweit deutlich, vor allem die Geschwindigkeit von „geringer“ Inflation (hellgrüne Felder) zu „hoher“ Inflation (rote Felder). Das Preisniveauziel der Notenbanken liegt weiterhin bei 2,00 % liegt (grüne Felder). Die Notenbank der USA reagierte auf die hohe Inflation nun mit der größten Zinserhöhung seit 28 Jahren.

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Eigentlich hatte die Fed im Rahmen der Mai-Sitzung klar kommuniziert, dass die Leitzinsen im Juni und Juli in einem jeweils „großen“ Schritt um 50 Basispunkte angehoben werden sollen. Die Anfang Juni veröffentlichten überraschend hohen Inflationszahlen für Mai und der weitere Anstieg der Inflationserwartungen beim Verbrauchervertrauen der University of Michigan hatten die Fed nun sogar zu einem noch größeren Zinsschritt gezwungen: Zum ersten Mal seit 28 Jahren hob die Notenbank die Zinsen um 75 Basispunkte an (neuen Bandbreite liegt nun bei 1,50% bis 1,75%). Die Notenbank hält die aktuelle Geschwindigkeit und die Höhe der Zinswende für zwingend erforderlich, um die Wirtschaft abzukühlen. Bis Ende 2022 sollen weitere Zinserhöhungen um bis zu 2 % folgen. Die insgesamt erwartete wirtschaftliche Abkühlung aufgrund der hohen Inflationsraten soll dann gemäß der Fed mit einem langsamen Rückgang der Kerninflation in Richtung 2,0 % einhergehen.

Grundsätzlich spiegeln die neuen Ziele die Einschätzung wider, dass die ausufernde Inflation nur durch eine Wachstumsverlangsamung eingedämmt werden kann. Dabei hat die Notenbank das Idealszenario eines „Soft-Landings“ im Blick, wonach die Wirtschaft nur leicht abgekühlt wird und die Arbeitslosigkeit nur moderat steigen soll. Die Fed gewichtet die Inflationsbekämpfung somit höher als die Wachstumsunterstützung, hält das US-Wachstum für so stabil, dass die aktuellen Zinserhöhungen zu verkraften sind – und mutiert damit im Sommer 2022 von der Zinstaube zum aggressiven Falken! Insgesamt sind Leitzinserhöhungen für Aktienkurse kein gutes Umfeld und diese geraten unter Druck. Wir gehen allerdings davon aus, dass ein Großteil der Zinserhöhungen bereits in den aktuellen Aktienkursen eingepreist ist, da die FED-Zinsstrategie ab 2022 nun allgemein bekannt ist.

Positiv: Es gibt somit keine Unsicherheit mehr hinsichtlich der zukünftigen Zinsentwicklung!

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