US-Notenbank-Chef Powell bleibt seiner Linie treu

Vor dem wichtigsten Jahrestreffen Ende August führender „Geldhüter“ (Zentralbanker) und Wirtschaftsexperten aus aller Welt in Jackson Hole, Wyoming, scheinen die Ergebnisse dieses Jahr bereits im Vorwege festzustehen. Auch wenn dieses Jahr das Symposium wieder in Präsenz stattfinden wird, scheint geldpolitisch alles gesagt und vorbereitet zu sein. Neue Erkenntnisse werden daher nicht erwartet. Die Strategie der US-Notenbank FED scheint klar. Das „Tapering" (Rückführung der Liquiditätsversorgung bzw. Anleihekäufe auf ein normales Maß) soll zeitnah beginnen und schneller als 2014 erfolgen. Außerdem wird die US-Notenbank weiterhin versuchen das Inflkationziel von 2% anzusteuern (Inflation = Preissteigerungsrate).

Die aktuellen Konjunkturdaten spielen der FED insgesamt in die Karten. In Verbindung mit dem robusten Arbeitsmarkt, dem soliden Konsum und dem ingesamt positiven Verlauf der US-Konjunktur spricht viel für die kontinuierliche Vorbereitung der Märkte auf ein zeitnahes „Tapering“ der Anleihekäufe, vielleicht schon in der anstehenden Konferenz in Jackson Hole vom 26.-28. August 2021. Allerdings erwarten die Märkte bereits, dass die FED 2022 den „Fuß vom Gas“ nehmen wird, d.h. die Auswirkungen auf die Kapitalmärkte dürften überschaubar bleiben. Als Vergleich kann hier das letzte „Tapering“ aus dem Jahre 2014 herangezogen werden, denn auch damals kamen die Aktienmärkte nicht aus dem Tritt und setzten den positiven Trend nach einer kurze Pause fort.

Die aktuellen Entwicklungen verschaffen der FED auch wieder mehr Zeit. Insbesondere die im Juli stagnierenden Preissteierungen erfordern kein schnelles Handels der FED. Trotz der kurzfristig hohen Preissteierungen scheinen diese zunächst nicht außer Kontrolle zu geraten. Im Gegenteil führen auch diese Preissteigerungen zu einer Ausweitung der Gewinnmarge der Unternehmen, was sich in den Erwartunge der zukünftigen Preisentwicklungen von US-Unternehmen ausdrückt.

Die US-Unternehmen erzielen seit einigen Monaten sogar höhere Verkaufspreise als sie in ihren Planungen berücksichtigt hatten. Die Folge: Gewinne steigen und können für weitere positive Überraschungen in den zukünftigen Unternehmensberichten sorgen. Da die Produzentenpreise aber immer erst „zeitverzögert“ bei den Verbraucherpreisen ankommen, dürfte die aktuelle Situation mit steigenden oder auf hohem Niveau stagnieren Preise noch eine Zeit lang anhalten.

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Bei positiven Auswirkungen auf die Unternehmensgewinne werden Aktien voraussichtlich den aktuell positiven Trend fortsetzen und dagegen Zinsanlagen vor dem Hintergrund der negativen Realrenditen (erzielbarer Zins minus Inflation) weiterhin keine Wertsteigerungen sondern nur einen realen Vermögensverlust einbringen. Gemäß den letzten Aussagen der US-Notenbank bleiben Zinserhöhungen weiterhin kein Thema und werden wohl erst Ende 2022 oder 2023 in Betracht gezogen.

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