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Neelmeyer Newsletter:
Aktuelle Informationen für Anleger

Ausgabe vom 27. Januar 2023

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

neues Jahr, neues Glück! Die Rahmenbedingungen bleiben allerdings zum Jahresstart 2023 unverändert herausfordernd. Insbesondere die geopolitischen Unsicherheiten und die starken Zinserhöhungen hinterlassen deutliche Bremsspuren in der Weltkonjunktur. Eine zwischenzeitliche Rezession ist bereits für die Marktteilnehmer ausgemachte Sache und zum Teil in den aktuellen Entwicklungen an den Kapitalmärkten eingepreist. In der aktuellen Marktphase versuchen die Notenbanken durch eine restriktive Geldpolitik und dem deutlich höherem Zinsniveau das künftige Kredit- und Geldmengenwachstum abzubremsen und auf diese Weise die Inflation (Preissteigerungen) abzumildern.

Erste Erfolge hin zu „Normalisierungstendenzen“ in der Inflationsentwicklung sind zuletzt in den USA, aber auch in Europa zu erkennen. Insgesamt bleibt die Inflation aber auf einem erhöhten Niveau, wobei für das Jahr 2023 immer noch mit einer durchschnittlichen Inflation von ca. 5 % gerechnet wird. Bei einer Verzinsung von ca. 2,20 % für 10-jährige Euro-Anlagen bester Bonität bedeutet dies weiterhin einen realen Kapitalverlust von ca. 2,8 % pro Jahr. Nicht schön, aber Anleger sollten es auch positiv sehen. Denn: Es gibt wieder (positive) Zinsen und somit Alternativen zu Aktien.

Ein wichtiges Thema für 2023 wird damit die „Einkommensgenerierung“ im Rahmen einer strukturierten Anlage. Das heißt: Als Basisinvestment können nun also auch wieder Rentenanlagen eine interessante Verzinsung aufweisen und so wieder besser „helfen“, die gesamte Vermögensanlage zu stabilisieren. Die Gesamtrendite wird somit nicht mehr nur durch Kursgewinne erwirtschaftet.

Das Zinsniveau bleibt zwar historisch niedrig, die aber insgesamt höheren Zinsen wirken auch auf die Chancen und Risiken an den Aktienmärkten. Die Null- und Negativzinsen in den letzten Jahren haben in vielen Wachstumsbranchen Strukturen geschaffen, die in diesem Umfeld attraktiv erschienen, bei einem höheren Zinsniveau aber nicht mehr rentabel sind. Insbesondere Wachstumsunternehmen sind häufig kreditfinanziert und haben eine relativ schwache Eigenkapitalbasis (Zinslast steigt bei einem höheren Zinsniveau deutlich an). Die Gewinne leiden und Investitionen müssen zurückgestellt werden. Auch Entlassungen von Mitarbeitern stehen auf der Agenda. Der Aufschwung in Wachstumsbranchen wird somit erschwert und erhöht das Risiko von Turbulenzen. Der uneingeschränkt positive Aufwärtstrend von Wachstumsunternehmen und Megatrends hat zumindest eine Delle erhalten. Im Gegensatz dazu können Substanzunternehmen profitieren, die insbesondere durch solide Geschäftsmodelle in der „Old-Economie“ (Industrie, Energie, Grundstoffe usw.), aber auch durch eine solide Geschäftspolitik mit stabilen Ausschüttungen an die Aktionäre aufwarten.

Für Anleger bedeutet dies einen breiten Pool an interessanten Unternehmen. Denn eines ist klar: Auch wenn seit einigen Monaten Wachstumswerte und Megatrends eine Wachstumsdelle erfahren, so sind diese Trends und Unternehmen (häufig aus dem Dienstleistungssektor) nicht am Ende, da wir alle in unserem Leben ohne Megatrends und technologischen Fortschritt nicht mehr auskommen werden.

Anleger brauchen also beide Arten: Substanz (Value) + Wachstum (Growth). Dies bleibt auch zukünftig alternativlos.

In der aktuellen Marktphase ist es damit für Anleger besonders wichtig, die eigene Vermögensstruktur zu überprüfen. Übergewichtungen bzw. Einseitigkeiten sollten bereinigt werden. Es gilt, eine ausgewogene Mischung von Aktien, Renten/Einlagen und Immobilien aufzubauen. Das zuletzt vielfach vernachlässigte Thema „Einkommensgenerierung“ sollte dabei wieder weit oben auf der Liste stehen. In vielen Wertpapierdepots dürften sich aufgrund der Kapitalmarkttrends der letzten 10 Jahre daher nur sehr wenige „einkommensorientierte“ Anlageformen finden. Dies gilt es neu zu bewerten und Anpassungen vorzunehmen. Im Fokus sollten Zinsen, Dividenden und Mieteinnahmen stehen. Diese drei wichtigen Einkommensquellen sollten in jedem Depot die Basis (bzw. den Grundstock) bilden und sind in der laufenden Marktphase somit (wieder) "IN".

Aktien verbriefen Anteile an einem real existierenden Unternehmen und gelten daher als klassischer „Realer Wert“. Eine Anlage in Aktien bietet dem Anleger u. a. mit Kursgewinnen und Dividendenausschüttungen zwei mögliche Ertragsquellen. Als Dividende wird dabei der Anteil des Gewinns bezeichnet, den die Unternehmen direkt an ihre Aktionäre auszahlen. Für Aktionäre beginnt im Frühjahr die wahrscheinlich schönste Zeit des Jahres, da die meisten Aktiengesellschaften die Gewinne des letzten Geschäftsjahres an ihre Anteilseigner ausschütten. Aber auch sonst ist eine stabile Ausschüttungspolitik ein Zeichen von Substanz und Unternehmensstärke (wenn die Ausschüttungen aus tatsächlichen Gewinnen ausgeschüttet werden). Die Risiken einer Aktienanlage werden durch eine hohe Dividende keinesfalls ausgeschlossen, sondern bestenfalls abgemildert.

Die Zinswende bleibt weiter im Fokus!

Es gibt wieder Zinsen und Kaufchancen bei Renten! Aktive Fondsmanager können aktuell Fälligkeiten oder Mittelzuflüsse, aufgrund der tiefen Rentenkurse, auch wieder für einen günstigen Einkauf nutzen und so höhere Renditen für einen längeren Zeitraum „einloggen“.

Insgesamt sollten im Euro- und US-Dollar-Rentenmarkt bei Neuanlagen eher kurze Laufzeiten im Fokus stehen. Mutige Anleger können als Beimischung sogar wieder auf sogenannte high-yield-Anlagen (Anleihen von Schuldnern niedriger Bonität) setzen. Hierbei sind bereits wieder Renditen von deutlich über 5 % pro Jahr erzielbar, in US-Dollar sogar noch einen Schnaps mehr. Damit gilt: Je höher die Rendite, desto höher auch das Risiko. Aber: „Die Mischung macht's!“ Diversifizierung (Streuung) ist dabei das Zauberwort. Setzen Anleger dann auch noch auf bereits gestreute offene Investmentfonds, dann sind auch wieder Renditen möglich, die mit den durchschnittlichen Aktienrenditen mithalten können.

Aber auch außerhalb des Kapitalmarktes ergeben sich wieder attraktive Anlagealternativen. So bietet die OLB Bank wieder interessante Festgeldkonditionen. Der große Vorteil hierbei ist, dass zwischenzeitliche Kursverluste nicht auftreten können. Somit sind Festgelder gerade für die Anleger besonders geeignet, die eine ausgesprochen risikoarme Geldanlage suchen.

Als dritter Stabilitätsanker sind Immobilieninvestments bestens geeignet. Zwar kommen aktuell die Immobilienmärkte leicht unter Druck, allerdings konnten sich offene Immobilienfonds in den letzten Jahren bei einem ausgewogenen Mix der Nutzungsarten sehr gut in Schwächephasen behaupten und eine solide Rendite von rund 3 % bei relativ geringen Schwankungen erzielen. Vor dem Hintergrund der aktuellen Wohnungsnot und dem Trend zu Gesundheitsimmobilien (Veränderung der Altersstruktur der Bevölkerung) bieten insbesondere diese Nutzungsarten eine zukunftsorientierte und damit voraussichtlich wertstabile Anlagemöglichkeit.

Fakt ist: „Es gibt wieder echte & einkommensgenerierende Alternativen zu Aktien!“

Immer am Ball bleiben und nie den Kopf in den Sand stecken!

Die eigenen Vermögensanlagen brauchen Aufmerksamkeit und müssen regelmäßig auf ihre Zukunftstauglichkeit hin untersucht werden: „Ist die Ursprungsidee noch intakt?“ Eine Anlage in Aktien bietet dem Anleger u. a. mit Kursgewinnen und Dividendenausschüttungen zwei mögliche Ertragsquellen. Am Rentenmarkt gibt es endlich wieder Zinsen! In US-Dollar sogar deutlich höhere als in Euro. Allerdings sollte das US-Dollar-Risiko dabei nicht unterschätzt werden. Als Basisinvestment und insbesondere zur Stabilität einer Vermögensanlage leisten die Mieteinnahmen von Immobilien einen wertvollen Beitrag. Liquidität wird ebenfalls wieder verzinst – wenn auch nur sehr gering – und kann für kurzfristige Ausgaben oder für Nachkäufe in Schwächephasen an den Aktienmärkten ohne Negativzinsen (Wertverlust) geparkt werden.

Im Video:
Ausblick auf die Kapitalmarktentwicklung

in den vergangenen Wochen haben uns zahlreiche Kundenfragen rund um die wirtschaftliche Lage und die Kapitalmarktentwicklung erreicht. Zum Beispiel: Haben wir bei der Inflation das Schlimmste überstanden? Verliert Deutschland wegen der hohen Energiepreise Arbeitsplätze? Investiert die OLB auch in Krypto? Fundierte Antworten und Analysen zu diesen und weiteren Themen gibt Ihnen Christoph Siebecke, Leiter Anlagestrategie & Marktanalyse der OLB, im neuen Kapitalmarktinterview.

Hören und sehen Sie jetzt im Video-Interview seine Einschätzung.

Gehen wir ins Detail: Hier finden Sie weitere Infos zu den Themen ...

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Von Geld über Zinsen bis zu Inflation: Erfahren Sie Aktuelles rund um das Thema Geldmarkt.

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Ausblick

Was bringt die nahe oder ferne Zukunft? Wir schauen auf Trends und wagen einen Ausblick.

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Diese Publikation ist eine Marketingmitteilung vom Bankhaus Neelmeyer, Zweigniederlassung der Oldenburgische Landesbank AG im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes.

Kein Angebot, keine Beratung

Diese Information enthält kein Angebot zum Erwerb oder zur Zeichnung der darin genannten Wertpapiere und auch keine Einladung zu einem solchen Angebot. Die geäußerten Meinungen geben unsere aktuelle Einschätzung wieder, die sich auch ohne vorherige Bekanntmachung ändern kann. Diese Information kann eine auf die individuellen Verhältnisse des Anlegers und seine Anlageziele abgestellte Beratung nicht ersetzen.

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