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Marketingmitteilung

Zusammenfassung

Das Auf-und-Ab der Kapitalmärkte geht im Oktober in die nächste Runde. Eine nachhaltige und schnelle Verbesserung ist angesichts der hohen Inflationsraten weiterhin nicht zu erwarten. Insgesamt bleiben Anleger zurückhaltend (risk-off-Szenario). Viele Stimmungsindikatoren tendieren weiter schwächer und untermauern dieses Szenario (z. B. ZEW Konjunkturindex, ifo Geschäftsklima, SENTIX Konjunkturindex). Die Kapitalmärke bleiben angeschlagen und reagieren weiterhin auf jede Nachricht mit stärkeren Ausschlägen in beide Richtungen. Zwischenzeitliche Aktien-Rallyes mit stark steigenden Notierungen (aber im Bärenmarkt) bleiben auch im letzten Quartal wohl weiter an der Tagesordnung.

Die monetäre Situation hat sich ebenfalls nicht verändert. Es scheint allerdings nur eine Frage der Zeit, wann die Zinserhöhungen der Notenbanken erste dämpfende Wirkungen auf die Inflation zeigen werden. Die Notenbanken werden nicht riskieren, dass durch zu starke Erhöhungen die Wirtschaft komplett abgewürgt wird. Besonders das Winterhalbjahr 2022/2023 wird von einer rezessiven Wirtschaftsleistung in Deutschland geprägt sein. Mit Beginn des Frühjahres 2023 und den wieder wärmeren Temperaturen erwarten wir den Beginn einer wirtschaftlichen Erholung. Die Hauptgründe sind die Erwartung einer sinkenden Inflationsrate aufgrund niedrigerer Energiepreise und damit einhergehend einer Stabilisierung der Geldpolitik. Die Leitzinsen in den USA und der Euro-Zone sollten ihren Hochpunkt im Jahr 2023 erreichen. 2024 ist dann sogar wieder mit einem Absinken des Zinsniveaus zu rechnen. Für den Immobilienmarkt kann man in Summe festhalten, dass steigende Zinsen immer eine preissenkende Wirkung haben, jedoch ist die Ausprägung für die verschiedenen Immobilienarten unterschiedlich. Logistikimmobilien sind dabei nur schwer mit privaten Wohnimmobilien zu vergleichen. Die höchsten (Preis-)Risiken erwarten wir bei vermieteten Wohnimmobilien und Einzelhandelsimmobilien (besonders in Innenstädten).

Auch die Rentenmärkte bleiben dem Trend der Vorwochen treu. Insgesamt steigen die Zinsen weiter. Es bleibt dabei, dass erst ein nachhaltiger Trendwechsel bei der Inflation (Normalisierung), eine sinnvolle Lösung der Energiekrise (insbesondere in Deutschland) und ein Kriegsende in der Ukraine für eine Entspannung sorgen wird. Profiteur bleiben auch im 4. Quartal die USA (Unabhängigkeit von russischen Gaslieferungen, Entfernung zum Kriegsgebiet in der Ukraine). In Europa gibt es zu viele Fragezeichen und eine eher zögerliche Notenbank. Europa wird daher deutlich länger als die USA unter den Auswirkungen leiden. Bei europäischen Aktien sind die niedrigen Bewertungen mit einem Risikoabschlag aufgrund der geopolitischen Lage zu verstehen. Aufwärtspotenzial bleibt vorhanden, wenn Anleger Geduld mitbringen. Wir favorisieren zunächst weiter US-Anlagen (Aktien, aber auch US-Anleihen bieten wieder attraktive Zinsen). Anleger sollten auf zukunftsfähige Megatrends über Themenfonds setzen, da hier die Gewinnerwartungen der Unternehmen wohl stabil bleiben werden und zusätzlich viele US-Aktien den Ton angeben.

Die Zinswende bleibt auch im 2. Halbjahr 2022 im Fokus und auch vermeintlich sichere und aktiv gemanagte Rentenfonds werden es auch im Herbst schwer haben, da ein Vermeiden von Kursverlusten bei starken Zinsanstiegen kaum möglich ist. Aktive Fondsmanager können aktuell Fälligkeiten oder Mittelzuflüsse, aufgrund der tiefen Rentenkurse, auch wieder für einen günstigen Einkauf nutzen und so höhere Renditen für einen längeren Zeitraum einloggen. Im Euro- und US-Dollar-Rentenmarkt sollten bei Neuanlagen eher kurze Laufzeiten im Fokus stehen.

Fazit: „Diversifikation über ALLE Assetklassen“ – die Mischung wird auch 2023 den Unterschied ausmachen!

Aufteilungsvorschlag einer ausgewogenen Vermögensanlage gem. „OLB Investmentausschuss“

(Muster einer Standardaufteilung für Neuanlagen):

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Diese Publikation ist eine Marketingmitteilung vom Bankhaus Neelmeyer, Zweigniederlassung der Oldenburgische Landesbank AG im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes.

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