Marketingmitteilung

Aktienmärkte bleiben im Bann der Zinsen und der Russland-Ukraine-Krise

Die Aktienmärkte bleiben herausfordernd. Der „Druck“ kommt aus mehreren Richtungen. Zum einen von der Zinsseite, da es wieder Alternativen am Rentenmarkt gibt, zum anderen von der Konjunktur. Hier mussten allerdings die positiven Erwartungen der Vergangenheit aufgrund der Auswirkungen der Russland-Ukraine-Krise deutlich zurückgenommen werden. Mittlerweile stellen aber die Zinsen das größere Problem für Aktien bzw. die Unternehmen dar, da sich der Chef der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, zuletzt als oberster Bekämpfer der Inflation bzw. der immer stärker steigenden Preise hervorgetan hat. Laut Powell wird die Fed alles unternehmen, um die Preisstabilität wieder herzustellen.

Die Zinswende schreitet damit immer stärker voran und lastet insbesondere auf den Gewinnen der wachstumsstarken US-Tech-Industrie. Nicht nur, dass Verbraucher sich möglicherweise in Zukunft aufgrund gestiegener Lebenshaltungskosten immer weniger leisten können, auch die zukünftigen Gewinne werden durch höhere Zinsen geringer bzw. die Refinanzierung deutlich verteuert. Die Fed würde nach Powell sogar eine moderate Rezession „billigend in Kauf“ nehmen. Bisher ist allerdings noch nichts passiert. Im Gegenteil: Die Gewinne des US-Aktienmarktes wurden seit Jahresbeginn im Durchschnitt um 4 % und die des europäischen um 3 % nach oben gestuft. Auch die Dividendenaussichten wurden bisher nicht revidiert und das trotz quälender Lieferengpässen und steigender Zinsen. Insgesamt kann es durchaus zu weiteren Korrekturen der Gewinne kommen, allerdings haben die Aktienmärkte bereits im Jahresverlauf deutlich korrigiert und preisen eine gewisse Gewinnkorrektur ein.

Die Frage ist allerdings, wie stark die tatsächlichen Einbußen der Unternehmen sein werden und ob ein „Soft-Landing“ der Wirtschaft gelingt. Positive Überraschungen sind nicht ausgeschlossen, da sich die Konsumneigung der Verbraucher bisher als sehr robust zeigt.

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Den Mutigen gehört die Welt!

Beim Blick auf obenstehende Grafik und die Entwicklung der wichtigsten Aktienregionen wird deutlich, dass es in den letzten Monaten eine deutliche Korrektur gegeben hat. Insgesamt bleibt der Trend der letzten Jahre aber unverändert, d.h. die „Musik spielt insbesondere an den US-Aktienmärkte“ (gelbe & blaue Linien). Trotz der scharfen Korrektur an der US-Tech-Börse (Nasdaq) bleibt diese auf Sicht der letzten 5 Jahre auf der „Pole-Position“ und hängt alle andere Aktienmärke ab. Wie schon oft an dieser Stelle erwähnt, erwarten wir NICHT, dass die aktuellen Megatrends (wie z. B. smarte Welt/Internet, Robotertechnik, Biotechnologie usw.) in Zukunft keine Rolle mehr spielen werden, d. h. hier bieten sich aktuell interessante Einstiegsmöglichkeiten. Insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass die Bewertungen aufgrund der Kursverluste wieder ein günstigeres Niveau erreicht haben und von einer „Blase“ weit entfernt sind.

Belastend bleibt hier aber das steigende Zinsniveau. Setzen Anleger allerdings auf die Marktführer der jeweiligen Megatrends, sollten diese die negativen Auswirkungen besser kompensieren können als „junge, aufstrebende“ Wachstumsunternehmen. Ebenfalls wieder leichten Rückenwind verspüren chinesische Technologieaktien, da die chinesische Regierung in Aussicht gestellt hat, die Regulierungen in diesem Sektor wieder zu lockern. Zusätzlich will Präsident Xi Jinping die Wirtschaft mit Infrastrukturinvestitionen unterstützen, um so das Wachstumsziel von 5,5 % im laufenden Jahr zu erreichen. Spekulativere Anleger können antizyklisch wieder auf die Erholung von asiatische bzw. chinesische Aktien oder Fonds setzen, die in der Grafik (rote Linie) im 5-Jahreszeitraum die schlechteste Entwicklung aufweisen.

Insgesamt sollten Anleger im 2. Halbjahr 2022 auf ein ausgewogenes internationales Portfolio setzen, welches zur Stabilisierung Value-Aktien (Substanz/Dividende), aber auch selektiv Growth-Aktien (Wachstum) enthalten sollte.

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